Ev.-luth. Kirchengemeinde Barum-Natendorf

Projekt „Biodiversität auf kirchlichen Friedhöfen“


An dieser Stelle möchte wir darüber informieren, wie es mit dem Projekt „Biodiversität auf kirchlichen Friedhöfen“ in Natendorf und Barum weitergeht:

Zusammen mit einer professionellen Planerin haben wir einen Plan für eine zukünftig kostengünstigere und ökologischere Bewirtschaftung erstellt.

Als Ergebnis gibt es bereits erste Vorstellungen unter anderem zu der Frage, an welcher Stelle Bäume für Baumbestattungen gepflanzt werden können.
In Zukunft sollen pflegeaufwendige Flächen wegfallen und der Friedhof durch eine Hecke mit naturnahen Gehölzen eingefriedet werden.
Zukünftig sollen mit dem neuen Konzept auch die Kosten für die Pflege der großen Rasenflächen reduziert werden, indem z.B. an Stelle von Rasengräbern Staudenflächen angelegt werden.
Weiter ist geplant Sitzbänke aufzustellen, Nistkästen aufzuhängen und nicht heimische Pflanzen durch heimische zu ersetzen.

All dies soll dazu dienen, dass die Friedhofsflächen attraktiver werden – und zwar für uns Menschen und auch für die Natur.

Durch glückliche Umstände haben wir jetzt gerade die Möglichkeit, durch eine Förderung mit EU-Geldern unsere Ziele auch finanzieren zu können.
Dazu müssen natürlich bestimmte Bedingungen erfüllt werden und entsprechenden Anträge gestellt werden. Darüber hinaus muss die Kirchengemeinde auch einen Eigenanteil zahlen, hier hat der Kirchenvorstand bereits seine Zustimmung gegeben. Wir sind weiter motiviert und zuversichtlich, auf diesem Wege die wichtige Aufgabe der Kirche, die Bewahrung der Schöpfung, auf unseren Friedhöfen umzusetzen.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Projekt haben, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf:
Gisela Jenkel-Paulini (Vinstedt), Margret Bodin (Vinstedt), Christine von Schnurbein (Natendorf), Renate Niemann (Varendorf)


Auf unserem Friedhof tut sich was

Mehr Artenvielfalt auf unseren Friedhöfen
Die Bestattungskultur wandelt sich, das betrifft auch die Nachfragen auf unseren Friedhöfen in Barum und in Natendorf.
Leitgedanke für die Gestaltung unserer Friedhöfe ist die Bewahrung der Schöpfung.

Für den Friedhof in Barum unter dem Wort der Bibel: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1,31).
Für den Friedhof Natendorf mit dem Psalm: „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn“ (P 100,4).

Die Schöpfung zu bewahren bedeutet auch den Reichtum der Arten zu bewahren. Mit dem neuen Konzept für die unbelegten Flächen und für
die Grabgestaltung (Urnen- und auch Erdbeisetzungen) wird zukünftig der Erhalt der Arten besonders ins Blickfeld gerückt. Ausgewogene
Vielfalt soll dann das Gesicht beider Friedhöfe bestimmen.

Auch die Möglichkeit, pflegefreie Grabfelder anzulegen, ist Ziel des neuen Nachdenkens über unsere Bestattungsflächen.
Ergebnis des Projektes soll es sein, Friedhöfe als Ort heimischer Tiere und Pflanzen zu erhalten und unsere Friedhöfe zugleich als Orte der Stille
und der Schönheit unserer Welt zu erhalten.

Projekt Landschaftswerte
Der derzeitige Wandel der Bestattungskultur bietet uns die Chance, Friedhöfe durch naturnahe Flächen reicher und attraktiver für Mensch
und Natur zu gestalten.

Alter Baumbestand, dichte Hecken aus einheimischen Gehölzen, blühende Wiesen und Grabfelder und vielfältige Nischen sind grüne Oase
für Tiere, Insekten und Pflanzenarten in der Stadt und auf dem Land und erfreuen auch das menschliche Auge.

Das Projekt Landschaftswerte hat das langfristige Ziel, wertvolle Lebensräume auf Friedhöfen zu schaffen. In diesem Sinne engagieren
sich Ihr Friedhofsausschuss, Ehrenamtliche aus Ihrer Gemeinde und ein Beratungsteam aus dem Haus kirchlicher Dienste.


Ein langer Atem ist gefragt
Bis zum Jahr 2021 werden auf den neun teilnehmenden Friedhöfen Bestattungsflächen und nicht für Bestattungen genutzte Flächen naturnah
gestaltet. Diese Gestaltungen können sehr vielfältig sein:
  • modern oder
  • traditionell oder
  • park-, wald-, gartenähnlich aussehend.
Geplant sind – je nach Voraussetzungen auf den einzelnen Friedhöfen:
  • Streuobstwiesen und/oder Blumenwiesen,
  • Bodendecker, Stauden und kleine Sträucher,
  • Freiwachsende vielfältige Hecken,
  • Pflanzung von Bäumen und großen Sträuchern,
  • vielleicht sogar ein naturnaher Teich …
Nicht auf jedem Friedhof wird alles realisiert – alles wird genau auf die jeweilige Ausgangslage und Bedingungen der einzelnen Friedhöfe angepasst. Die Flächen müssen anschließend mindestens für zwölf Jahre erhalten werden – dies ist eine Bedingung des Förderprogramms.

Wann wird auf dem Friedhof umgestaltet?
Die Umgestaltungsphase fängt erst im Jahr 2019 an.

Jetzt befndet sich das Projekt noch in der Planungsphase: Der Friedhofsentwicklungsplan wird gegebenenfalls angepasst, weitere Bestandsaufnahmen und Vor-Ort-Besichtigungen werden gemacht sowie die zukünftige Bepflanzung, die Umgestaltungsmaßnahmen und das Pflegekonzept werden mit den Friedhofsteams vor Ort abgesprochen.

Bis die angedachten Flächen umgestaltet werden, ist Zeit für allgemeine und punktuelle Maßnahmen, z.B. die vorbereitende Rodung von Bäumen
und Sträuchern, auch Nistkästen können aufgehängt, kleine ökologische Nischen können geschaffen werden und einiges mehr.


Mit herzlichen Grüßen
Ihr Friedhofsteam:
Margret Bodin, Gisela Jenkel-Paulini, Renate Niemann, Christine von Schnurbein

***22.07.2018